Erdbeben auf Teneriffa

19. August 2012

Rumms! Diesmal nicht auf der Kanareninsel El Hierro, was man ja fast schon gewohnt wäre nach einem Jahr der Dauererschütterungen. Nein, diesmal wackelte die Erde unter Teneriffa. Und zwar heftig! Die Stärke von 3,8 auf der Richterskala war mehr als deutlich an vielen Orten der Insel zu spüren.

Um 1.50 Uhr in der Nacht wackelt es auf einmal. Die Seismographen schlagen aus und die Wissenschaftler trauen ihren Augen nicht: 3,8! In einer Tiefe von 24 Kilometern bei El Sauzal verschoben sich offenbar die Erdplatten oder Magma drückte nach oben. Wie auch immer, nur Minuten später gibt es zwei kaum noch spürbare Nachbeben der Stärken 2,8 und 2,6.

Das ordentliche Beben zeigt: Die gesamten Kanaren sind noch immer hochgradig seismologisch aktiv und können jeder Zeit vulkanologisch und seismisch auf sich aufmerksam machen. Im vergangen Jahr war der Fokus fast ausschließlich auf die kleine Nachbarinsel El Hierro gerückt – wo die Erde fast permanent wackelte und sich bis zum Winter ein Unterwasservulkan vor der Südküste nach oben arbeitete, allerdings nicht durchbrach. Dort wackelt es übrigens immer noch – allein am Samstag gab es 24 Erdstöße mit einer Stärke von 2 auf der Richterskala.

Allerdings sind die heftigen Beben der vergangenen Wochen offenbar wieder Geschichte auf El Hierro. Zwar spielen sich die neuen (leichten) Beben in einer Tiefe von 6 bis 14 Kilometern ab und nicht mehr in 25-15 Kilometern, doch es handelt sich momentan wohl ausschließlich um Entlastungsbeben. Der Druck der vergangenen Monate, der die Insel um bis zu 10 Zentimeter aufblähte und in die Höhe drückte, baut sich wieder ab – die Insel „sinkt“ langsam wieder auf Normalwerte zurück. Ob damit nun das Schlimmste vorbei ist oder sich die Magma nur einen neuen Weg gesucht hat, wird die Zukunft zeigen. Zumindest haben die Stöße auf Teneriffa bewiesen, dass man sich nicht so wirklich sicher sein kann auf den Kanaren…

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  1. Wulf-Dietrich Rose
    19. August 2012 um 22:05

    Seid ihr wirklich sicher, dass die folgende Angabe stimmt: „In einer Tiefe von 24 Metern bei El Sauzal verschoben sich offenbar die Erdplatten oder Magma drückte nach oben.“?

    • 19. August 2012 um 22:38

      Die Hitze schlägt uns hier wohl auch auf den Kopf: Natürlich sind es Kilometer. Danke für den Hinweis!

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