Archiv

Archive for the ‘Maspalomas Helio-Center’ Category

1989: Helio-Centrum bei Maspalomas gesprengt

13. Mai 2012 Kommentare aus

Schauen wir heute mal in die Geschichte von Maspaloas zurück: Da, wo sich hohe Sandberge zwischen den Bungalow-Anlagen von Maspalomas (Campo Golf) und dem Faro auftürmen, stand bis 1989 ein riesiger Hotelkomplex und ein „Sonnen-Heilzentrum“. Beide mussten letztlich weggesprengt werden. Kaum etwas erinnert heute an diesen Albtraum mitten im Schutzgebiet der „Laguna La Charca“. Hier ist die Geschichte der Bauten zu finden:

Das Unternehmen „Central Heliotherapie“ wurde von der Inselregierung im Juni 1989 gezwungen, sein im Bau befindliches „Dunas Hotel“ mit 240 Zimmer sofort abzureißen. Auch das „Sonnen-Heilzentrum“ musste dem Erdboden gleich gemacht werden. Der Bauherr hatte seine Bauten illegal in die Dünen des sensiblen Ökosystems in Maspalomas errichtet. Die Abrisskosten musste die Kette selbst zahlen. Mit der Sprengung endete ein 10-jähriger Rechtstreit, der bis vor den Obersten spanischen Gerichtshof kam.

Am 5. Juni 1989, dem Weltnaturschutztag, wurde das „Hotel Dunas“ abgerissen. Das halbfertige Gebäude stand unmittelbar an der Lagune. Im November wurde dann auch das Heliotherapie-Zentrum weggerissen, das ebenfalls innerhalb der Schutzzone stand. Beide sollten Luxus-Touristen zur Verfügung stehen, die in unmittelbarer Nähe zu den Dünen und dem Meer sich erholen wollten. Schon während des Baus kam es aber immer wieder zu Problemen, da der Sand hartnäckig in den Rohbau eindrang. Riesige Windfänger und Sträucher rund um die Anlage wurden geplant, zum Glück aber nie realisiert.

helioIn den Jahren nach 1989 wurden diverse Straßen entfernt, die zu Einrichtungen innerhalb des Reservats führten. Nur wenig erinnert heute noch an die beiden gigantischen Anlagen. Bis zum Jahr 2000 wurden rund um die Lagune riesige Mengen Bauschutt und Müll entfernt. Schon vier Jahre nach dem „Rückbau“ konnte die Wiederherstellung der ursprünglichen Dünenlandschaft und Dünendynamik vermeldet werden. Einzig rund um die „Kamelfarm“ sind heute noch ein paar Überbleibsel aus der Hotel-Zeit zu finden – Betonbröckchen, Glas und anderes.

Wer etwas über die Entstehung der gigantischen Dünen von Maspalomas erfahren will, sollte hier mal klicken.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements