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Ministerium erlaubt Öl-Bohrung: Canarios sind wütend

1. Juni 2014
Präsident Rivero ist wütend. Quelle: Wikipedia

Präsident Rivero ist wütend. Quelle: Wikipedia

Na, die müssen es ja wissen in Madrid! Das spanische Umweltministerium hat nun die endgültige Genehmigung für die Öl-Probebohrungen vor den kanarischen Küsten erteilt. Laut Umweltministeriums weisen nämlich alle Studien darauf hin, dass keine negativen Auswirkungen für die Umwelt zu befürchten sind! Damit können die  Probebohrungen etwa 60 Seemeilen östlich der kanarischen Küste beginnen – bei dem Verfahren werden Flüssigkeiten und Gestein nach oben geholt und analysiert.

Allerdings, so das Ministerium, hieße die Entscheidung noch nicht automatisch, dass auch eine Genehmigung für einen wirtschaftlichen Abbau des Öls erteilt wurde. Zudem wurde die Firma Repsol dazu verpflichtet, die Öffentlichkeit permanent und umfassend über die Bohrungen zu informieren. In knapp zwei Wochen findet am Obersten Gerichtshof Spaniens zudem noch die Verhandlung gegen die Probebohrungen statt. Die Regierung von Fuerteventura hatte diese einreicht. Denn die Kanaren befürchtet zu Recht, dass bei Umweltschäden einer späteren Abbau-Bohrung der Tourismus arg in Mitleidenschaft gezogen wird.

1898160_10152008967077473_1347414075_nAuf Gran Canaria kam die Entscheidung für die Probebohrungen gar nicht gut an. In einer Wutrede sprach Inselpräsidenten Paulino Rivero von einer „Respektlosigkeit“ gegenüber den Kanarischen Inseln. Denn die Bekanntgabe erfolgte ausgerechnet am Freitag, also am Feiertag. Dies sei „eine Beleidigung für unsere Gefühle und eine Gefahr für unsere Natur und weit über 2 Millionen Menschen“. Dieses Erlaubnis des Umweltministeriums sein ein „historischen Fehler“. Wie „ein Schlag ins Gesicht und dabei wird man ausgelacht“.

Nun will, so Rivero, das kanarische Archipel sich wehren: „Diese Entscheidung hat uns stärker gemacht!“ Man werde es „nicht tolerieren, dass unser Himmel, unser Meer und unsere Landschaft verschmutzt werden“. Eine „kraftvolle Reaktion“ sei geplant.

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