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Kanaren: Fiese Mücken übertragen Tropenkrankheit

9. August 2014

Asiatische Tigermücke

Das Gesundheitsamt bittet um Mithilfe: Wer eine asiatische Tigerstechmücke oder die ägyptische Tigermücke entdeckt, sollte dies dem kanarischen Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 928 11 88 52 melden oder sich an die Webseite http://www.veranosaludable.com wenden. Hintergrund: Auf den Kanaren sind drei Fälle der Tropenkrankheit Chikungunya aufgetreten.

Das kanarische Tropeninstitut registrierte zwei Patienten mit dem Chikungunya-Fieber auf Teneriffa und einen auf Gran Canaria. Allen geht es mittlerweile wieder gut. Dennoch ist Vorsicht angebracht, auf dem spanischen Festland ist sogar eine Warnstufe ausgerufen worden. Vor allem betroffen sind Madrid, Asturien und Katalonien. In diesen Provinzen sind mehrere Fälle aufgetreten.

Beide Stechmückenarten – durch auffällig gestreifte Färbung sowie weiße Füße zu erkennen – können das sehr schmerzhafte, aber selten tödlich verlaufende Chikungunya-Fieber übertragen. Aber auch den wesentlich gefährlicheren Gelb- oder Dengue-Fieber-Virus in sich tragen. Die Mücken können auf die Kanaren nur über Kreuzfahrtschiffe, Reisegepäck oder Frachtgut gelangt sein.

ägyptische

Ägyptische Tigermücke – auch auf den Kanaren.

Die Behörden sind auch deshalb so alarmiert, da sie um die schnelle Ausbreitung des Chikungunya-Fiebers wissen und nicht den gleichen Fehler begehen wollen, wie einst auf verschiedenen Karibikinseln: Dort hatte man die ersten Anzeichen nicht ernst genommen und muss sich nun gegen eine Epidemie zur Wehr setzen. Im Dezember trat auf mehreren Inseln in der Karibik, wie unter anderem auf Martinique, Guadeloupe, den Jungferninseln, Dominica, St. Martin und Saint-Barthélemy das bis dahin dort unbekannte Chikungunya-Virus auf. Mittlerweile sind tausende Menschen infiziert. Die Tiere könnten sich durchaus gut auf den Kanaren vermehren.

Woran ist Chikungunya-Fieber zu erkennen? Die Inkubationszeit beträgt drei bis sieben Tage. Dann verspürt der Betroffene schnell ansteigendes Fieber, mit heftigen Glieder- und Muskelschmerzen. Zudem: Lymphknotenschwellungen, Hautrötungen, Kopfschmerzen, Schleimhautblutungen in Nase oder Mund sowie Magen- und Darmbeschwerden.

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