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Kanarenpräsident keilt gegen Zentralregierung

14. August 2012

Das hat gesessen! Nachdem Spaniens Premier Mariano Rajoy (PP) jüngst forderte, dass die Kanaren mehr sparen sollte, schießt nun der kanarische Präsident Paulino Rivero von der Coalición Canaria (CC) zurück: Die Zentralregierung solle erst einmal ihre eigenen Hausaufgaben machen und nicht die Errungenschaften der vergangenen 30 Jahre auf den Kanaren in Frage stellen!

Der Präsident der Kanaren Paulino Rivero. Foto: Wikipedia

Spaniern muss sparen. Fast täglich sind neue Horrormeldungen über den Schuldenstand zu hören, wird von den Medien das Euro-Gespenst beschworen. Mariano Rajoy forderte nun – so ist es heute in der kanarischen Presse zu lesen-, dass die Kanaren 120 Millionen Euro in ihrem Haushalt sparen sollen. Dies sei schlichtweg nicht möglich, erwidert Paulino Rivero: „Wenn Madrid darauf besteht, dann müssen wir Schulen und Krankenhäuser schließen!“ Die Spar-Forderung aus Madrid sei ohnehin fragwürdig, hätten doch die Kanaren mit die geringste Verschuldung alle spanischen Provinzen. „Man möchte uns in Misskredit bringen, um unsere Glaubwürdigkeit zu zerstören. Denn von den Kanaren kommen sehr kritische Töne, die das Konzept der spanischen Regierung öffentlich immer wieder in Frage stellen. Wir werden uns mit anderen betroffenen Provinzen zusammentun und eine Korrektur des Irr-Kurses fordern“, so Rivero. Die Provinzen, deren Schuldenberg hoch sei, würden weitere Schulden machen dürfen und diejenigen, die „ihren Haushalt gut geplant und durchdacht haben“, würden nun bestraft. „Wir lassen nicht zu, dass Rajoy die Kanaren immer weiter von Spanien entfernt und wir jetzt dafür bestraft werden, dass wir in der Vergangenheit gespart und gut gewirtschaftet haben.“ Nun würden Repräsentanten anderer Provinzen gesucht, um die Ungerechtigkeiten aus Madrid zu stoppen.

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