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RIU Maspalomas: Abriss verzögert sich wegen Lopesan

31. Januar 2013

Abriss schon beschlossen: Das alte RIU wird einem neuen Bau weichen.

Langsam wird es lächerlich! Eigentlich waren die Weichen gestellt, dem Abriss des alten RIU-Hotels (Foto oben) am Faro de Maspalomas stand nichts mehr im Weg. Marco Aurelio Pérez, Bürgermeister von San Bartolomé, sagte jüngst noch der örtlichen Tageszeitung: „RIU hat ein Recht sein Eigentum abzureißen. Jeder kann bezüglich des Antrags diese oder jene Meinung haben. Aber wir stehen vor geklärten Fakten. Wenn eine Partei, also die RIU-Gruppe, den Antrag stellt, dann müssen wir als Gemeinde den Antrag genehmigen.“ Alle Zeichen standen somit auf Anfang April. Doch nun wird alles anders. Dank Lopesan ist nun wieder alles anders: Denn der Hotel-Konkurrent fürchtet sich offensichtlich vor dem neuen RIU!

Konkurrenz belebt das Geschäft: Von wegen!  Konkurrenz kann das eigene Haus vielleicht schädigen. So muss es sich zumindest Eustasio López denken, der nun den RIU-Abriss und Neubau verhindern will. Sein vor wenigen Jahren eröffneter Hotelkomplex liegt auf der anderen Seite des Leuchtturmes – vis a vis zum RIU. Und war bislang viel viel prächtiger und moderner als das alte RIU. Und Ziel des Lopesan (Foto unten) ist es ja, stets das Beste vom Besten. Und nun hat er offenbar Angst, dass das neue RIU im die Kunden abjagen könnte. Statt selbst sein Profil zu schärfen, schießt er nun gegen die Abrisspläne: Das RIU-Gebäude aus dem Jahr 1968 müsse als „Kulturgut“ anerkannt werden und dürfe damit nicht abgerissen werden.

lopesanMit seinem Antrag hatte López vorläufigen Erfolg, denn er muss geprüft werden. Der Zeitplan – im April sollte mit dem Abriss und Neubau begonnen werden – ist gesprengt. Zumindest für drei Monate. In dieser Zeit muss die Regierung in Las Palams entscheiden, ob dem Antrag zugestimmt werden muss.

Neben diesem Scheinantrag, stellt sich RIU auch durch bauliche Befindlichkeiten dem Neubau in den Weg. Mit einer regelrechten Schmutzkampagne: Die neue Fassade sei zu lang, das Grundstück würde zu sehr bebaut, die Sicht sei aus dem Lopesan behindert… Die Argumente lassen sich fast alle widerlegen: Die neue RIU-Fassade zum Strand hin wird sogar mit 112 Metern kürzer als die alte (215). Der Zentralbau wird ein Stück nach hinten versetzt, damit wirkt das Grundstück sogar luftiger als vorher. Auch der Palmenhain, der zum Grundstück gehört, würde weder verkleinert noch ganz gefällt werden.

RIU erwiderte, dass es falsch sei, wenn die Lopesan-Gruppe behaupte, auch die Qualität der Ausstattung in dem geplanten Neubau sei nicht ausreichend für ein 5-Sterne-Hotel. Im Gegenteil: Sie sei „sehr großzügig“ und entspreche nicht nur den Mindestanforderungen sondern übertreffe diese auch deutlich.  Denn für 5 Sterne seien  28 Quadratmetern pro Zimmer vorgeschrieben. Man biete – im kleinsten Zimmer – künftig mindests 38 Quadratmeter an. Was Lopesan wohl wirklich nervt: RIU bekommt einen größeren und wohl auch schöneren Pool als man selbst hat.

Wie der Streit ausgeht, wann der Bau beginn – wir bleiben dran.

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