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Maspalomas: Neue Gemeindeordnung mit heftigen Auswirkungen

24. April 2013

grancan 2007 153Neues ist nicht immer besser… Zur Zeit plant die Verwaltung von San Bartolomé eine neue Gemeindeordnung. Vor allem das Thema Prostitution und Sex in der Öffentlichkeit stehen ganz oben auf der Tagesordnung. Aber auch Pantomime und Verkäufer sollen künftig verboten werden, auch Straßenhändler, Wäsche aufhängen…!

poseidonSo soll ein Bußgeld von 750 Euro fällig werden für Straßen-Prostitution (etwa in Playa) und in einem Umkreis von 200 Metern um Schulen sollen es gleich zwischen 1 500 und 3 000 Euro werden. Das Gleiche gilt für Sex in der Öffentlichkeit – ob in Parks, in den Dünen, Gärten… Einheimische und Touristen sollen gleich behandelt werden, was natürlich vernünftig ist.
Auch der Alkohol-Konsum in der Öffentlichkeit soll neu geregelt werden: Minderjährigen wird verboten in der Öffentlichkeit zu trinken. Besonders während Veranstaltungen und öffentlichen Festen soll darauf geachtet werden. Das Wegwerfen von Dosen oder Flaschen bringt Geldstrafen zwischen 30 und 1 500 Euro ein. Dies könnte Auswirkungen auf gewisse Touristengruppen haben – gelten doch vor allem die Briten und Iren als sehr trinkfreudig – aber auch die neue schnell wachsende Zielgruppe der Russen -, da die Preise in Spanien sich deutlich von denen in der Heimat untscheiden.

Aber auch „lebende Statuen“ sollen künftig verboten werden – obwohl sie niemanden belästigen und viel zur Unterhaltung beitragen, die Clowns, Cowboys, Ritter oder Poseidons! Die Körperkünstler stehen meist in der prallen Sonne an den gassen zum Strand und sind ein beliebtes Fotomotiv. Nach den Plänen sollen künftig, wenn sie erwischt werden, Strafen bis zu 3 000 Euro fällig werden!

Unter Strafe steht künftig auch, wer seine Wäsche auf einer Terrasse oder dem Balkon aufhängen, wenn der von der Straße aus sichtbar ist. Auch der mobiler Handel (Straßenhändler), Massagen oder die Erbringung anderer Dienstleistungen am Strand sowie öffentliches Glückspiel sind – tritt die neue Verordnung in Kraft – verboten. Ob damit auch die afrikanischen „Blinkermänner“ nachts im Yumbo Geschichte sind, darf bezweifelt werden.

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  1. Peter
    9. Mai 2013 um 15:58

    Da scheint wohl die faschistische Regierung Rajoy noch den letzten Rest der Einkünfte Spaniens zunicht zu machen wollen. Vielleicht im Auftrag von Merkel DIE will schließlich, dass kein europäisches Land besser da steht, als Deutschland. Allerdings: Die EU braucht Deutschland nicht, Deutschland die EU schon !

    • 9. Mai 2013 um 18:04

      Na ja. Faschistisch? Das ist wohl was anderes…

      • Peter
        9. Mai 2013 um 18:32

        Nicht unbedingt. Eines der wesentlichsten Merkmale ist, keine andere Meinung zuzulassen und das Volk zu kontrollieren. Genau DAS macht die PP

      • 9. Mai 2013 um 19:17

        Na ja, Pressefreiheit, Rede- und Versammlungsfreiheit, freie unabhängige Medien etc. gibt es schon auf Spanien und den Kanaren. Wir sind nicht in Kuba und auch solche Ansätze wie in Ungarn gibt es nicht! 😉 Mag eine angespannte Situation sein, mag viele Probleme geben und viel, was man mit Recht kritisieren kann… Aber das ist in Dtl, Frankreich, Italien u.a. Staaten der EU nicht anders.

  2. Peter
    9. Mai 2013 um 19:31

    Pressefreiheit, Rede- und Versammlungsfreiheit, freie unabhängige Medien ? Da haben wir aber gaaanz andere Erfahrungen gemacht. Besonders Demos werden gewaltsam zurschlagen – alte Leute brutal behandelt und wer zuviel sagt, hat Restiktionen zu befürchten… OK es ist nicht Ungarn, aber viel fehlt in einzelnen Bereichen nicht mehr 😦

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