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Faro de Maspalomas: Neues Café öffnet im Februar

12. Januar 2014

faro de maspalomasEndlich! Nach Jahren der Tristesse lebt nun der Leuchtturm von Maspalomas wieder auf! Der 1889 erbaute Faro war bereits zu Silvester das optische Highlight der TV-Show und auch der Hingucker beim riesigen Feuerwerk. Vor allem die 3-D-Lichtshow, in der der Faro in der Zeit zurückversetzt wurde, hatte es in sich (Video unten). Doch schon am 1. Tag des neuen Jahres wurde der Leuchtturm eingerüstet. In den kommenden Wochen entsteht dort ein tolles Café – vor und im Faro!

Die Firma „Miguel Cazorla und Söhne“ wird den 68 Meter hohen Faro nun in den kommenden zehn Jahren bewirtschaften. Es gab zahlreiche Bewerber, die das Geschäft im Leuchtturm auch betreiben wollten und sich zwei Jahre lang in den Ausschreibungen überboten. Einer davon, wie könnte es anders sein: Lopesam! Auch diesmal kämpfte die Hotelkette mit recht unfairen Mitteln – kann aber nicht wirklich Konkurrenz in ihrem Abschnitt vom Faro bis Meloneras befürchtet haben. Auch diesmal, wie beim Verhinderten Neubau des RIU und Oasis, argumentierte Lopesan mit dem „Kulturgut“:  „Eine Bar bzw. ein Café in einem historischen Monument würden keine würdige Nutzung des historischen Bauwerks darstellen.“

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Sei es drum, der Zuschlag ging nicht an Lopesan – zum Glück, möchte man bald sagen. Nun entsteht auf 250 Quadratmetern rund um den Leuchtturm (und im Inneren) ein Café mit 94 Sitzplätzen. Umbaukosten: 600 000 Euro. Die Hafenbehörde, der der Faro gehört, kassiert monatlich 10 000 Euro an Pacht.  Die Umbauzeit wird mit sechs Wochen taxiert – also müsste Mitte Februar eröffnet werden!

Seit 1996 wird der Faro de Maspalomas vollautomatisch betrieben – heißt, einen „Wärter“ gibt es nicht mehr. Seitdem war ein Betreten des Leuchtturmes so gut wie unmöglich. Seine Funktion als Orientierungspunkt für Schiffe hat er ohnehin nur theoretisch noch – in Zeiten von GPS und anderen Navigationshilfen, sind Kapitäne nicht mehr auf die Leuchtfeuer angewiesen.

Übrigens, der Faro ist ein somit ein leuchtendes Beispiel für die Nachnutzung der einst wichtigen Leuchttürme auf den kanarischen Inseln geworden. Von den 27 Leuchttürmen auf dem Archipel stehen die meisten leer. die Hafenbehörden versuchen seit Jahren die Türme an Investoren zu bekommen, damit Hotels und Restaurants entstehen können. Meist vergebens, da sie doch recht abgelegen zu touristischen Zentren stehen.

Hier die Lichtershow von Silvester:

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