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Vulkan-Forschungsschiff auf dem Weg nach El Hierro

20. Februar 2014
Das Forschungsschiff

Das Forschungsschiff Angeles Alvarino.

Das Forschungsschiff „Angels Alvariño“ kommt zurück nach El Hierro. Das Schiff wird ab 4. März 20 Tage lang den Unterwasservulkan an der Südküste vor El Hierro untersuchen und physikalisch-chemische und biologische Bedingungen analysieren.

Auch diesmal sollen hochauflösende Bilder vom Vulkankegel gemacht werden – aber auch erkundet werden, wie viele Nebenschlote es bei der Eruption Ende 2011 / Anfang 2012 gab und diese genau kartiert werden, so das spanische Institut für Ozeanographie (IEO).

Während der Eruption Ende 2011 stiegen Unmengen von Gasen auf.

Während der Eruption Ende 2011 stiegen Unmengen von Gasen auf.

Auch die Forschungsboje soll direkt über dem weiterhin aktiven Vulkan gesetzt werden. Diese soll künftig die Aktivitäten überwachen und ständig Messungen durchführen – deren Ergebnisse alle drei Stunden an das Ozeanografische Zentrum auf Teneriffa senden. Die Boje soll insbesondere die Temperatur, den Salzgehalt, die Sauerstoffkonzentration, den Kohlenstoffdioxidgehalt und den pH-Wert des direkt über dem Vulkan befindlichen Wassers überprüfen.

Finanziert werden die Forschungen vom spanischen Wissenschaftsministerium, gefördert durch EFRE-Mittel der EU.

Die „Angels Alvariño“ ist das modernste und anspruchsvollste ozeanographische Forschungsschiff Spaniens.  Es wird anlässlich der Hundertjahrfeier des IEO zwei Tage lang während zweier „Tage der offenen Tür“ am 8. März im Hafen Puerto de la Estaca (El Hierro) und am 24. März im Hafen von Los Cristianos auf Teneriffa zu besichtigen sein.

Der Untersee-Vulkan Eldiscreto schaffte es bis auf eine Höhe von 87 Meter unter der Wasseroberfläche ist. Berechnungen ergaben, dass während der Eruption 329 Millionen Kubikmeter Lava ausgetreten sind. Das Meeresschutzgebiet Mar de Calma, welches vor allem bei Tauchern sehr beliebt ist, war stark in Mitleidenschaft gezogen. Über Wochen wurde das Gebiet gesperrt – auf Grund der Säure im Wasser gab es kaum noch Fische.

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